Ist die so genannte Mafia auch in der beschaulichen Region im Westen des Bundeslandes NRW zu finden? Manche werden sagen, oh mein Gott. Die Mafia ist doch schon längst tot und hat im demokratischen Europa keine Chance mehr. Dem gegenüber steht die provokative Frage, Wann wird die Mafia die Weltherrschaft übernehmen? Oder hat sie es bereits?

Mafia am Niederrhein

Die Antwort ist schwierig. Eines ist jedoch sicher, die Mafia ist und war noch nie tot, wie es einige Politiker, Soziologen und andere Personen des öffentlichen Lebens gerne mal behaupten. Vielleicht war sie in den letzten Jahren geschwächt, wie ebenfalls einige Personen sagen. Dem gegenüber steht die Ansicht, dass die Mafia der Neuzeit mit anderen Methoden arbeitet, und dadurch aus den Schlagzeilen der Medien verschwunden ist. Vereinzelt wird die Macht der Gewalt zwar immer mal wieder in Form von brutalen Mordanschlägen, die durch die Medien gehen, sichtbar, doch statt auf Knochenbrecher und Killer setzt die Mafia heute auf Rechtsanwälte, Politiker, die Medien und die Macht des Geldes, um ihre Interessen durchzusetzen und zu bewahren. Gewalt, Erpressung, Folter und Brutalität finden zwar immer noch statt, dies erfolgt jedoch meist im Vorborgenen. Negative Aufmerksamkeit will man unbedingt vermeiden, das würde den legalen Geschäften schaden. Die großen Köpfe der Mafia waren in der Vergangenheit schließlich schlau genug ihre Profite aus Drogengeschäften, Prostitution, Waffenhandel, Erpressung & Schutzgeld sowie aus Diebstählen, Auftragsmorden und sonstigen kriminellen Machenschaften sauber zu waschen und in legale Unternehmen zu investieren, die heute riesige Gewinne abwerfen, mit denen das Netz der Mafia stetig weiter ausgebaut wird. Das bedeutet nicht, dass die Mafia ihre alten Geschäftsfelder aufgegeben hätte. Im Gegenteil, wie moderne Großkonzerne haben sie Teile ihrer Tätigkeiten an andere ausgegliedert. Sie haben jedoch niemals die Kontrolle wie zum Beispiel über den Kokainhandel abgegeben. Nur die Drecksarbeit, wie zum Beispiel den Straßenverkauf der Drogen, überlassen sie zum Teil anderen. Nichts kann jedoch ohne das Einverständinis der Mafia geschehen. Und solange der Bedarf an Drogen, Waffen, Prostitution, Glückspiel und anderen von den Staaten verbotenen Dingen in Europa, den USA und dem Rest der Welt stetig steigt, bleiben diese Geschäftsfelder äußerst lukrativ für die Mafia und andere kriminelle Organisationen.

Man könnte daher behaupten, die kriminellen Organisationen tuen den Menschen einen Gefallen, da sie diese Nachfrage bedienen. Das ist jedoch ein Trugschluss. Jedes einzelne kriminelle Geschäft oder jede einzelne kriminelle Tat hinterlässt Opfer. In Kürze ausgedrückt, für den Profit des organisierten Verbrechens muss jemand anderes leiden. Der Reichtum bzw. das Vermögen der Mafia ist auf dem Leid, der Ausbeutung oder auf anderen Wegen, die nicht mit den 10 Geboten zu vereinbaren sind, entstanden. Damit steht die Mafia jedoch nicht alleine. Auch viele internationale Großkonzerne lassen Menschen unter unwürdigen Bedingungen arbeiten oder nutzen natürliche Ressourchen ohne Respekt auf die Natur aus. Den Gewinn schöpfen die Machthaber und Aktionäre ab, unter den Folgen leiden jedoch andere.

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Verspricht der Job am Anfang einerseits Geld, zieht er ihn andererseits in ein kriminelles Netzwerk.

Wie weit die Mafia vernetzt ist, darüber gibt es zahlreiche Spekulationen. Die erschreckenste Ansicht ist die, dass die Mafia weltweit tätig ist und mit anderen lokalen kriminellen Vereinigungen zusammenarbeitet, bzw. diese für sich arbeiten lässt. Das Geld was der Mafia zur Verfügung steht ist nahezu unerschöpflich. Container voller Bargeld stehen weltweit bereit um investiert zu werden oder um in der Schattenwirtschaft eingesetzt zu werden. Das Geld wird aber auch genutzt um Gutes zu tun. Soziale Projekte zu fördern, das verbessert das Image. Das steht in jedem Handbuch für Unternehmensmarketing. Tue Gutes (mit möglichst geringem Aufwand und Einsatz), aber spreche viel darüber.

Es kann daher kaum jemanden verwundern, dass in Talkshows, bei Benefitveranstaltungen, Spendengalas und sonstigen Anlässen auch Größen der Mafia ihre großzügigen Seiten zeigen und gerne mal Millionenbeträge spenden. Woher das Geld kommt, das will in diesen Fällen überhaupt keiner wissen. Am Ende wird dadurch jedoch das Netz der Mafia gestärkt, das allerdings nahezu unsichtbar bleibt. Ob die Mafia zu bekämpfen ist, das ist fraglich. Solange es den Menschen gut geht, ist es ihnen egal wie ihr Wohlstand entsteht. Oft ist es aber auch die Angst vor Gewalt, die Menschen schweigend die Geschehnisse hinnehmen lässt. Des Weiteren verhelfen Unwissenheit und Verdrängung der Mafia zu Macht.

Wer denkt bei einem Restaurantbesuch schon daran, dass der Koch vielleicht ein Drogendealer ist oder der Patrone ein Mafiagangster. In den meisten Fällen sind es jedoch hart arbeitende Leute, die selbst unter der Mafia zu leiden haben. Wie gesagt, die Mafia taktiert äußerst clever und ist in den meisten Fällen unsichtbar.

Mafia am Niederrhein

Betroffene wie Drogensüchtige, Schutzgeldgeschädigte oder andere treffen meist nur auf kleine Soldaten der Mafia, die wichtigen Bosse arbeiten im Hintergrund und basteln lieber an einer perfekten äußeren Fassade, als sich die Hände dreckig zu machen, dafür haben sie schließlich ihre Leute. Schon heute ist es schwer Mitglieder der Mafia von erfolgreichen Unternehmern zu unterscheiden. Die meisten Bosse der Mafia haben heute eine nahezu perfekte Vergangenheit mit Hochschulabschluss oder sind Besitzer erfolgreicher Konzerne und sind niemals in ihrem Leben mit dem Gesetz in Konflikt gekommen, bzw. hatten gute Anwälte, die sie aus misslichen Lagen unbeschadet herausgeholt hatten. Sie sind zumeist auch verheiratet, haben Kinder und einen Freundeskreis, der nichts mit der Mafia zu tun hat. Wie soll man sie daher einer Straftat bezichtigen? Den einzigen Weg, den einige Mafia-Experten sehen ist der Weg, die Geldströme zu verfolgen und das im Verdachtsfall, der Betroffene nachzuweisen hätte, woher sein Wohlstand kommt. Es ist eine Frage des Willens, wie weit man die Mafia einschränken möchte, denn in vielen Regionen sorgt die Mafia für wirtschaftlichen Aufschwung und ist ein großer Steuerzahler, da schwindet das Interesse an Verfolgung. Und am Ende stellt sich vielleicht sogar die Frage, ob das System der Mafia vielleicht das effektivere ist, als die soziale Marktwirtschaft. Zumindest für wenige, die Opfer und die Ausgebeuteten sehen das sicherlich anders.